Leserstimmen

 

Geld und gutInigo Bocken

Inzwischen habe ich Geld und gut gelesen. Was ich so schön finde, ist, dass es von Elementen zum Komplexen aufgebaut ist. Wie dabei beinahe nebenbei die Moral Geld=gut hineinschleicht, unmerklich. Adam Smith spielt eine wichtige Rolle, und das wohl mit Recht. Jedenfalls ist er eine Schlüsselfigur (ob er das selbst gewollt hätte, so in die Geschichte einzugehen – er hat eine interessntere Ethik geschrieben als das, was man daraus gemacht hat).

Der Punkt, um den es geht, ist, dass in unserer Gesellschaft die Tendenz besteht, implizit das Geld als letzten Maßstab von allem zu machen, also auch der Moral. Und dass es verdammt schwierig ist, sich dem zu entziehen.

Dr. I. Bocken, Direktor des Titus-Brandsma-Instituts, Nimwegen

Joachim Kreutzkam

Im Großen und Ganzen ist das eine exzellente Pflichtlektüre für die gesamte gymnasiale Oberstufe. Vor allem in den Fächern Philosophie, Religion und Gesellschaft und Technik – aber auch in fast allen anderen Fächern, damit der transdisziplinär-systemische Ansatz überall stärker zum Tragen kommt.
Im Grunde geht es um einen wesentlichen Teil der bisher nur in Ansätzen vorhandenen schulischen Allgemeinbildung (inkl. Lehrkräfte und Eltern), die man auch als Erlernen eines lebenslangen “Gebildeten Common Sense” bezeichnen könnte – im Unterschied zu den wissenschaftlichen und künstlerisch-sportlichen Fächern. Prioritätensetzung und Verteilung der Fächer wird sich sowieso noch radikal ändern. Auch die Methodik und Didaktik des “Schule-Betreibens” und der Erwachsenenbildung.

Dr. Joachim Kreutzkam, Bad Harzburg

Gregor Terbuyken
Ich hab den Text schnell mit großem Vergnügen gelesen – ein echtes Pamphlet, die briefähnliche Form macht es leicht möglich, ganz persönlich zu schreiben und so auch den Zorn zu legitimieren.

Man könnte den ersten Teil der Begriffsklärungen als eine Art Leitartikel in Fortsetzungen verstehen, der den Leser unsanft darauf stößt, wie mittlerweile eingerissene Denkfehler, Täuschungen, Begriffsverwirrungen und Verluste an Staatlichkeit eine Gefährdung unserer Zukunft produzieren.
Politiker sind oft – so wird es ja auch beschrieben – eher willfährige Diener eines Systems, das sie nicht mehr verstehen, ihr Handeln legitimieren sie mit einem merkwürdig abstrakten Wohl der deutschen Wirtschaft und einer Stabilitätspolitik, wo es doch die Stabilität im alten bundesrepublikanischen Sinn schon längst nicht mehr gibt.

Ich kenne kaum jemand aus der aktiven Politik, der oder die sich traut, die bekannten Argumentationswege und Politikschritte grundsätzlich in Frage zu stellen, und einfach mal nur über mögliche Alternativen nachzudenken. Das gibt es auch in der Verkehrspsychologie: Jemand fährt mit dem Auto zu schnell auf ein Hindernis zu und versucht zu bremsen, obwohl klar ist, dass der Bremsweg nicht ausreicht, und die mögliche Alternative – am Hindernis vorbei auf ein Feld zu fahren …. , also etwas zu tun, was in der alltäglichen Fahrpraxis nicht vorkommt und somit als Handlungsplan nicht angelegt ist, wird nicht realisiert.

Dr. Gregor Terbuyken, Hannover

Rainard Buchmann

Brillant geschrieben, packend zu lesen und treffend formuliert – äußerst lesenswert !

Eric Berkhout

Ein Büchlein, welches sehr deutlich und einfach erklärt, was und warum so vieles wirklich schief läuft in dieser von Geldgier und Machtlust besessenen Welt. Es ist schon lange an der Zeit für ein Umdenken. Warum das kaum jemanden tut …

Thomas Grosse

Während sich Präsident und Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland noch darüber uneinig sind, ob und wie komplizierte Finanzangelegenheiten rund um die Eurokrise den Menschen im Lande verständlich gemacht werden können, kommt dieses Buch mit einer derart plausiblen und gut zu lesenden Einführung daher, wie sie eindrücklicher kaum gelingen kann. Und dabei teilen die Lesenden unwillkürlich den Unwillen des Autors und vollziehen umso klarer nach, dass Änderungen notwendig sind und es sich dabei um eine der großen ethischen Herausforderungen unserer Zeit handelt.

Dr. Thomas Grosse

Claus F. Lücker

Große Teile Deines Bändchens habe ich wie eine messerscharfe Polemik gelesen: messerscharf in ihrer analytischen Klarheit und Reduktion. Gut lesbar, anregend. Dabei pendelte ich immer wieder zwischen dem direkten Anspruch (“Sie”), mit der Du den Leser konfrontierst, und meiner Distanzierung, die sich aus Deiner Beschreibung des Angeredeten und meiner Emotionalität beim Lesen ergab.
Ich frage mich, ob die Situation tatsächlich so unentrinnbar ist, wie sie sich in Deinem, von Dir selbst “spekulativ” genannten Schlußteil entwickelt und kritische Intellektuelle wirklich nur beschreibend, einsehend, daneben stehen können… Der globale Blick gibt allerdings wenig Hoffnung, und die Möglichkeit einer “neuen Intelligenz” macht mich eher schaudern.

Dr. Claus F. Lücker, Pfarrer, Krefeld

Ludo Helsen

Bein Lesen von “Geld und gut” wird einem schnell bewusst, wie verwickelt, ja, bijna unentwirrbar unsere Gesellschaft geworden ist. In einigen Fällen ist tatsächlich ein dunkles, unbekanntes Wirrwarr unterirdischer Gänge entstanden, dessen Architektur niemand mehr rekonstruieren kann.
Das ist eine bedauerliche Feststellung, nach der man von einem Gefühl der Machtlosigkeit übermannt wird.

Das Bild des Zauberlehrlings ist treffend gewählt für die Bankenkrise, die derzeit unsere Gesellschaft in eine negative Spirale zieht. Früher dachte ich: “solche Banker müssen doch wohl die Wirtschaft gut verstehen und die Zukunft gut einschätzen können”, bis deutlich wurde, dass die Badewanne immer weiter überlief und sie das nicht aufhalten konnten, ja, dass sie nicht einmal verantwortlich gemacht wurden für das große Chaos, das sie angerichtet hatten oder jedenfalls nicht eindämmen konnten.

Bitter ist, das in manchen Ländern noch genau diese Banker beauftragt werden, die Situation “zu lösen”, während sie immer wieder bewiesen haben, das nicht zu können.

Ludo Helsen, eregedeputeerde, Antwerpen

S. Dalhoff

Hab das Büchlein gleich verschlungen. Sehr prononciert und mir aus dem Herzen gesprochen.

Dr. S. Dalhoff, Lübeck

 

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