DUZiel und Aufbau des Buches:

Dieses Buch soll zum nötigen Kulturumschlag beitragen, indem es Ihnen, lieber Leser, hilft, Qualität zu erkennen, fundierte Kritik zu geben, wenn die nötig ist, und dazu beizutragen, dass die Dinge besser angepackt werden. Dazu brauchen Sie kein Spezialist auf irgendeinem technischen Gebiet zu werden. Ihr gesunder Verstand und Ihr Selbstbewusstsein sind verlangt.

Der erste Teil, Irrungen, ist vor allem kritisch. Er erklärt grundlegende Fehler, die immer wieder gemacht werden, und gibt Ihnen ein einfaches, aber kräftiges Begriffssystem mit, mit dem Sie verstehen und begründen können, warum bestimmte Projekte gar nicht gelingen konnten und wie man es besser machen kann. Dazu braucht man kein Spezialist zu sein – eher im Gegenteil.

Der zweite Teil, Qualität, ist konstruktiver. Er beschreibt an Hand von Beispielen ein Spektrum von Qualitäten, die ein gutes Artefakt haben sollte. Er wird Ihnen  helfen, Qualität zu beurteilen und nach Qualität zu streben. Auch hier hilft ein einfaches, kräftiges Begriffssystem.

Die Begriffe werden in den beiden Teilen nach und nach an Hand von Beispielen eingeführt und erläutert. Einmal eingeführte Begriffe werden bei den folgenden Beispielen wieder verwendet. Das Buch ist also kein Lexikon voneinander unabhängiger Definitionen, sondern eine Reise durch eine Welt, die bei jedem neuen Beispiel mehr Struktur erhält, und in der das Begriffssystem immer wieder erprobt wird.

Spielen Sie Computerspiele? Dann spricht Sie diese Geschichte vielleicht an: Das Buch nimmt Sie mit auf eine abenteuerliche Reise durch eine Welt von Seltsamkeiten und Bedrohungen. Bei jedem Abenteuer können Sie ein Werkzeug gewinnen, das Ihnen hilft, die folgenden Prüfungen besser zu bestehen. Alle gesammelten Werkzeuge können Sie bei den nächsten Abenteuern anwenden, und dabei lernen Sie immer besser, sie zu beherrschen und das in der bestimmten Situation geeignetste Werkzeug zu ergreifen.

Wer Abenteuer bestehen und aus Beispielen lernen will, muss schon genau hinschauen und bereit sein, nicht nur Schönes, sondern auch Seltsames und Ekliges genauer zu betrachten, wie der Pathologe den Bluterguss oder den Wurm im Fleisch betrachtet. Vielleicht kommen ihnen einige Beispiele zu langweilig vor. Schauen Sie dennoch genau hin. Alles wird später wieder aufgegriffen, erhält einen tieferen Sinn, und Sie werden reich belohnt.

Am Schluss kommen dann unter dem Titel Worum geht es? alle Begriffe oder Werkzeuge noch einmal in einer anderen Reihenfolge vorbei, diesmal ohne Beispiele, so wie nach einem Theaterstück alle Schauspieler nochmals auf die Bühne kommen, um den Beifall einzuheimsen. Die tragen dann noch ihre Kostüme, aber spielen nicht mehr. Das ist der Moment, in dem Sie rekapitulieren können, wie die einzelnen Rollen zusammenpassten und wer ihr persönlicher Held und ihr persönlicher Angstgegner ist.

Auch wird dort zusammengefast, was in diesem Buch mit „Architektur“ gemeint ist und was nicht.

Danach finden Sie in einem Anhang Strategien, wie Sie Ihre Werkzeuge bei bestimmten Herausforderungen vielleicht gut einsetzen können. Die schönste Rückmeldung zu diesem Anhang und damit zu dem Begriffssystem dieses Buches war der Stoßseufzer einer für IT verantwortlichen Abteilungsleiterin auf mittlerem Niveau in einer Organisation:

„Jetzt habe ich endlich ein Instrument, mit dem ich der Leitung klar machen kann, warum dieses Projekt gar nicht gelingen kann, und zwar ohne mit beschuldigendem Finger auf Menschen zu weisen.“

Das funktioniert aber nur, wenn man den Inhalt dieses Buches wirklich verinnerlicht hat. Der Anhang allein ist kein Wundermittel.

> Pathologie: wie man aus Fehlern lernen kann

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